Pädagogisches Konzept der Grundschule

Stand Juli 2014

Der Unterricht in der Grundschule soll so gestaltet werden, dass alle Kinder Freude am Lernen haben und Lernfortschritte erreichen können. Das Lernen erstreckt sich sowohl auf den fachlichen als auch auf den erzieherischen Teil des Unterrichts. Die konsequente Durchsetzung von erzieherischen Prinzipien ermöglicht erst ein Lernklima, in dem sich alle wohlfühlen können. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist gerade in den Fragen der Erziehung von großer Bedeutung. (Verweis: Zusammenarbeit mit Eltern)

Neben den Leitzielen unserer Schule handeln wir an unserer Grundschule nach folgenden Grundsätzen:

Erziehung zur Selbstständigkeit

Hausaufgaben

Von der Klasse 1 an werden regelmäßig Hausaufgaben aufgegeben. Die Kinder sind zuerst auf die Unterstützung der Eltern angewiesen. Diese sollen sich nach und nach zurückziehen, aber bis in die weiterführenden Schulen hinein durch Fragen und „Vorlegen lassen“ der Arbeiten Kontrolle ausüben und vor allen Dingen Interesse am Schulleben der Kinder zeigen.
Ab der 2. Klasse nutzen wir den schuleigenen Hausaufgabenplaner, dieser Planer dient uns zugleich auch als Kommunikationsmittel (auf kurzem Wege ) mit den Eltern. (siehe hierzu auch Hausaufgabenkonzept). In der Klasse 1 nutzen wir die die sog. Postmappe als Kommunikationsmittel (auf kurzem Wege), um in Kontakt mit den Eltern zu stehen.
Durch die Einführung der offenen Ganztagsbetreuung in der Grundschule werden die Hausaufgaben von vielen Kindern in der angebotenen Hausaufgabenbetreuung oder im Heimathaus des Heimatvereins mit ehrenamtlicher Unterstützung (siehe Zusammenarbeit mit dem Heimatverein) erledigt. Trotzdem versuchen wir weiterhin die Eltern mit einzubeziehen, indem wir immer wieder auf die Wichtigkeit der Hausaufgaben in der Grundschule hinweisen und dass die Hausaufgaben der Kinder auf alle Fälle nachkontrolliert werden müssen.
Die Kinder werden durch die Regelmäßigkeit, mit der Hausaufgaben zu erledigen sind, diese als selbstverständlichen Teil ihres Nachmittags bzw. der Hausaufgabenbetreuung begreifen. Eltern und Lehrer achten gemeinsam darauf, dass die Arbeiten regelmäßig in einer angemessenen Form angefertigt werden.

Eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus sowie die tägliche Kontrolle der Hausaufgaben – und damit verbunden eine Wertschätzung der Arbeiten – sind unabdingbar um dieses Ziel zu erreichen.

Arbeitsanweisungen

Arbeitsanweisungen werden vom Schulkindergarten an bis zum vierten Schuljahr klar und deutlich formuliert. Zu Beginn der Schulzeit können sie nur verbal erteilt werden. Aber schon bald ist es möglich, Symbole für bestimmte Tätigkeiten einzuführen und so langsam zu schriftlichen Arbeitsanweisungen zu kommen.
Ziel ist es, die Kinder dazu zu erziehen, Arbeitsanweisungen genau zu lesen und zu befolgen. Das erfordert ein ständiges Einüben, da das Bemühen um ein Verstehen immer auch mit einer besonderen Anstrengung verbunden ist.
Die Dokumentation grundlegender Lerntechniken im Klassenbuch soll uns zusätzlich dabei unterstützen, verschiedene Lerntechniken einzuüben und zu festigen (siehe hierzu auch Methodenkonzept).

Ordnungsprinzipien durchhalten

Bereits in der Grundschule werden Ordnungsprinzipien eingeführt, auf die in der Oberschule aufgebaut und zurückgegriffen werden kann (z.B. Aufstellen in richtiger Reihenfolge, Mappen- und Heftführung etc.)
Jedes Fach hat eine besondere Farbe; sowohl Mappen als auch die Umschläge der Hefte werden in dieser Farbe gehalten:

  • Deutsch – rot
  • Mathematik – blau
  • Sachunterricht – grün
  • Religion – gelb
  • Musik – orange
  • Englisch – weiß

Hefte und Mappen werden regelmäßig kontrolliert, um den nötigen Ordnungsrahmen zu gewährleisten;
Das Einüben einer genauen und ordentlichen Mappen – und Heftführung ist Aufgabe in allen Klassenstufen (siehe hierzu auch Methodenkonzept).

Arbeitsmaterialien

Zum Ende eines jeden Schuljahres erhalten die Kinder eine Liste der Materialien, die im kommenden Schuljahr benötigt werden;

    • in regelmäßigen Abständen werden Vollständigkeit und Zustand der Materialien überprüft;
    • es ist Aufgabe und Verpflichtung der Eltern, für Vollständigkeit und guten Zustand aller Materialien Sorge zu tragen;
    • die Kinder sollen lernen in Eigenverantwortung für ihre Materialien aufzukommen;

Grundfertigkeiten erwerben

Arbeitsverhalten

Das Arbeitsverhalten ist eine wichtige Grundlage für den Schulerfolg. In diesem Bereich sollen Grundlagen gelegt werden in

      • der aktiven Mitarbeit;
      • einer selbstständigen Arbeitsweise;
      • Ausdauer und Konzentration;
      • der Beachtung einer genauen Arbeitsweise (Sorgfalt und Gründlichkeit);
      • einem angemessenen Arbeitstempo;

Sozialverhalten

Die Regeln des Zusammenlebens sind in der Schulordnung und den Klassenordnungen festgelegt.
Ziel unserer Arbeit in der Schule ist es, folgende Verhaltensweisen und Wirkungen anzubahnen:

      • Rücksichtnahme auf die Mitschüler;
      • Lernen in einem ruhigen, entspannten und angstfreien Lernklima;
      • Hilfsbereitschaft – besonders Schwächeren gegenüber;
      • Eigenverantwortung;
      • Verantwortung für die Gemeinschaften „Klasse“ und „Schule“
      • Verantwortung gegenüber Gebäude, Einrichtung und Eigentum anderer;
      • Arbeiten im Team

Darüber hinaus bieten wir die AG Streitschlichter in der Grundschule (Beratungs- und Präventionskonzept) an.
Die Patenschaften in Klasse 1 und Klasse 8 dienen u.a. dem Einüben von richtigen Verhaltensweisen.

In den einzelnen Unterrichtsfächern

Die zu erwerbenden Grundfertigkeiten sind in den Curricular der einzelnen Fächer genau formuliert. Einige besonders wichtige Fertigkeiten sollen hier hervorgehoben werden:

Lesen:
      • Technik
      • sinngestaltendes Lesen
      • sinnentnehmendes Lesen
      • Förderung der Lesekompetenz
      • Ankommzeit ist auch Lesezeit
      • Lesen – ein Erlebnis, z.B. Lesenacht
Schreiben:
      • Abschreiben
      • nach Diktat schreiben
      • Pflege der Schrift
      • eigene Texte entwerfen
        • kritischen Umgang mit eigenen Texten pflegen
        • Texte ausstellen, z.B. themenbezogene Wandzeitschriften entwerfen
      • Texte schreiben und gestalten am Computer
        • Projekte zu den Bereichen „Lesen“ und „Schreiben“
Rechnen:
      • Aufbau der Zahlenräume
      • Grundrechenarten
      • Sachaufgaben
      • logische Schulung
      • Grundlagen der Geometrie
      • Lösungsstrategien anwenden
Sachunterricht
  • Sachtexten Informationen entnehmen;
  • Informationen und Material beschaffen;
  • Sachverhalte zeichnerisch darstellen;
  • Versuche – durchführen, beobachten, beschreiben;
  • Einführung in das Kartenverständnis;
  • Möglichkeiten für den fächerübergreifenden Unterricht nutzen;

Projekte

In den Schulalltag eingebettet finden Projekte und das Lernen in außerschulischen Lernstandorten statt. Es soll den Kindern Anreiz bieten, motivieren und sie an verschiedene Formen des Lernens – auch außerhalb der Schule – heranführen. Folgende Lernstandorte werden nicht regelmäßig besucht, sondern stellen eine Auswahlmäglichkeit dar.

Lernstandort „Hilter Mühle“

Der Besuch der Mühle eignet sich besonders für die Klasse 3. Er kann als Einführung oder als Abschluss der Unterrichtseinheit „Getreideernte früher – heute – Vom Korn zum Brot“ durchgeführt werden. Aber auch das Thema „Rund um die Kartoffel“ bieten sich an. Siehe hierzu auch Zusammenarbeit mit dem Heimatverein.
Ansprechpartner: Ulrich Hanschke, Helmut Vogelpohl Heimatverein
Hans Albers Lathen – Gemeindeverwaltung

Kennenlernen der Mühle:
  • Windmühle als Baudenkmal
  • als technisches – aber funktionsfähiges – Denkmal
  • Arbeit eines Windmüllers (außen und innen)
  • Funktionen der einzelnen Teile der Mühle (innen und außen)
  • Abhängigkeit vom Wetter – vom Wind
  • Getreidearten und Mehlsorten
Besonderheiten, die zu beachten sind:
  • vorherige Terminabsprache ist notwendig;
  • Themenbereiche und zeitlichen Rahmen festlegen;
  • Klassen möglichst mit doppelter Aufsicht, da in 2 Gruppen gearbeitet wird;
  • Besuch ist als Einstieg, aber auch als Abschluss der Einheit „Getreide“ möglich;
Lernstandort „Heimathaus Oberlangen“

Der Besuch des Heimathauses Oberlangen eignet sich für die Klassen 3 und 4. Er ergänzt in hervorragender Weise den Besuch der Mühle in Hilter.
Auch zum Themenbereich „Berufe früher – heute am Beispiel des Bäckers“ ist der Besuch in Oberlangen gut geeignet.
Ansprechpartner: Gerhard Henseler Oberlangen

Angebote sind:
  • Brot backen im Steinbackofen
  • Lernstationen im Heimathaus zum Thema Getreide und Getreideanbau
  • Verzehr des gebackenen Brotes
Lernstandort “Moor“ in Grafeld

Der Besuch des Lernstandortes Grafeld eignet sich für die Kinder am Ende der Klasse 3 oder für die Kinder der Klasse 4.

Angebote
  • Entstehung des Moores – Geschichte und geografisch – biologische Voraussetzungen;
  • Eigenschaften von Torf; Was finde ich im Torf?
  • Der Lebensraum Moor heute;
  • Besuch beim Imker;
  • Besuch einer Schafherde;
  • Übernachtungsmöglichkeit in Zelten am Heuerhaus;
Besonderheiten

Der Besuch des Lernstandortes muss in zweierlei Hinsicht gut vorbereitet sein:
fachliche Vorbereitung
Die Lehrkraft sollte unbedingt einen Einführungskurs mitgemacht haben.
Die Kinder müssen ein fundiertes Vorwissen haben, um die Aufgaben vor Ort lösen zu können.
Die Kinder müssen eine Vorbereitung auf das Fahren mit Rädern in einer Kolonne mitgemacht haben.
organisatorische Vorbereitung:

  • rechtzeitige Elterninformation;
  • rechtzeitige Anmeldungen;
  • Ortsbesichtigung durchführen;
  • für Verpflegung sorgen;
  • Transport der Kinder, der Räder, Zelte und weiteren Ausrüstung abklären;
  • Zeltausrüstungen vorbereiten / besorgen;
  • Gruppen für die einzelnen Zelte zusammenstellen
  • Organisation der Arbeit im Standort und im Moor planen;

Aktivitäten im Bereich Schuleben

In der Grundschule unterbrechen verschiedene Aktivitäten den Ablauf des Schuljahres. Sie sollen dazu beitragen, den Gemeinschaftssinn innerhalb der Grundschule zwischen Schülern, Eltern und Lehrern, aber auch zwischen Grund- und Hauptschule zu stärken.
Im Laufe der 4 Grundschuljahre sollen die Kinder an möglichst vielen Aktivitäten teilgenommen haben, d.h. nicht in jedem Schuljahr werden alle Aktivitäten durchgeführt.

Weihnachtsfeier

Die Weihnachtsfeier wird vom Schulkindergarten und von allen Klassen der Grundschule vorbereitet. Findet ein Basar statt, so wird eine caritative Einrichtung, die besonders benachteiligte Kinder betreut, unterstützt.
Besinnliche und lustige Aufführungen stimmen auf das Weihnachtsfest ein.

Sommerfest

Das Sommerfest findet alternativ zur Weihnachtsfeier und zum Sport- und Spielfest statt. Ein buntes Markttreiben mit Verkaufsständen und vielfältigen Spielmöglichkeiten sorgt für eine fröhliche Kirmesatmosphäre.

Sport- und Spielfest

Das Sport- und Spielfest ist eine beliebte Variante zum „Sportfest“. Hier steht die Freude am Spiel und an der Bewegung im Mittelpunkt.

Schwimmtag

Die Kinder stellten ihr Können im Schwimmbad unter beweis und erringen ein Schwimmabzeichen.

Übernachtung im Heuhotel

Das Erlebnis, eine Nacht auf abenteuerliche Art und Weise in der Klassengemeinschaft zu verbringen, wird mit den Fahrten ins Heuhotel geboten. Diese Fahrten stehen unter einem schulischen Schwerpunkt, der in der Schule vor- und nachbereitet wird.

Lesenacht/Radionacht

(2013: Intergalaktische Radionacht vom NDR durchgeführt)
Die Kinder einer Klasse (i.d.R. Klasse 3) übernachten in der Schule und lesen oder hören gemeinsam ein Buch.

Besuch der Kindergärten in der Schule

Kurz vor den Sommerferien besuchen die schulpflichtigen Kinder mit ihren Erziehern/Innen die Schule. Sie lernen die neue Umgebung, kennen und erhalten einen ersten Einblick in die neue Art des Lernens.
(weitere Ausführungen zur Zusammenarbeit siehe unter…..)

Theateraufführungen

Die Theater – AG der Grundschule repräsentiert unsere Schule immer wieder in herausragender Art und Weise in der Öffentlichkeit. So gestaltet sie regelmäßig die Krippenfeier in der Sankt Vituskirche mit, nimmt an Veranstaltungen im Haus Sankt Marien teil oder gestaltet Weihnachtsfeiern in der Samtgemeinde mit.

Fußballturnier

Die Fußball – AG der Grundschule nimmt mit einer Schulmannschaft am Fußballwettbewerb für Schulen teil (Bernd-Holthaus-Pokal)

Gelbe Füße/ Radfahrprüfung

In Zusammenarbeit mit der Polizei finden zum Schuljahresbeginn die Aktion Gelbe Füße in der Klasse 1 statt und zum Schuljahresende die Radfahrprüfung der Klasse 4 statt.

Projekttage

Die Grundschule bemüht sich alle zwei alle Jahre eine 3-4 tägige Projektwoche zu einem bestimmten Themenbereich durchzuführen. Im März 2015 findet das Projekt Trommelzauber statt.

Klassenfeste

Eltern organisieren mit KL ein gemeinsames Kaffeetrinken und eine Grillabend.