Fortbildungs- und Qualifizierungskonzept

Bestandsaufnahme

Die Lehrkräfte der Grund- und Oberschule Lathen nehmen zum Erhalt und der Aktualisierung ihrer beruflichen Kompetenz (Lehrerprofessionalität) an Fortbildungen teil. Jeder im Kollegium ist verantwortlich für seine pädagogische Weiterentwicklung. Dies gewährleistet, dass sie den Anforderungen ihres Berufes gerecht werden und den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule erfüllen können.

Die Fortbildungsmöglichkeiten umfassen unter anderem die zentrale Fortbildung auf Landesebene, die regionale Fortbildung der Abteilungen der Landesschulbehörde und Fortbildungsregionen und die schulinterne Fortbildung (SchiLF).

In der Regel finden Fortbildungen in der unterrichtsfreien Zeit statt (einschließlich Schulferien). Sollte dies nicht der Fall sein, wird darauf geachtet, dass höchstens zwei Kolleginnen bzw. Kollegen die Fortbildung besuchen, um den Ablauf des Unterrichtsalltags möglichst wenig zu beeinträchtigen. Die Kolleginnen und Kollegen dienen dann als Multiplikatoren und geben ihr Wissen unter anderem in den Fachkonferenzen (vgl. Protokolle Fachkonferenzen), auf Dienstbesprechungen (vgl. Protokolle Dienstbesprechungen) oder durch das schulinterne Computernetzwerk Iserv (vgl. Medienkonzept) an die übrigen Kolleginnen und Kollegen weiter. Jede Kollegin bzw. jeder Kollege ist verpflichtet, die Anmeldung zu Fortbildungen schriftlich zu beantragen (Formulare im Sekretariat), bei Genehmigung durch den Schulleiter im „Fortbildungsbuch“ (Fach Lehrerzimmer) einzutragen und die Fortbildungsbescheinigungen nach Beendigung einer Fortbildung im Schulsekretariat abzugeben, damit sie dort innerhalb der Personalakte gesammelt werden können. Dies geschieht aus zwei Gründen. Einmal kann nachvollzogen werden, ob, wann und wie viele Fortbildungen besucht wurden und zum anderen findet aus versicherungstechnischen Gründen eine Absicherung statt (vgl. Niedersächsisches Schulgesetz).

An unserer Schule wurde die Vereinbarung getroffen, dass zu dem Finanzierungsgrundbetrag von 50 €, der Einzelbetrag von 8,80 € pro Lehrkraft oder pädagogische Mitarbeiter, der für eine SchiLF oder für eine regionale Fortbildung zur Verfügung steht, hinzuzurechnen. Es ist vorgesehen, von diesem Gesamtbetrag schulinterne Lehrerfortbildungen (SchiLF) durchzuführen und zu finanzieren. Dies wird umgesetzt, wenn die nötige Finanzierung sichergestellt ist, denn die jährlichen Fortbildungsmittel reichen in keiner Weise aus. Derzeit werden die jährlichen Erste-Hilfe-Kurse an unserer Schule von diesem Budget finanziert.

Fortbildungsschwerpunkte

Um die Vielfalt der Fortbildungsangebote optimal zu nutzen und Qualifizierungen in möglichst vielen Bereichen zu erzielen, entscheidet sich jede Lehrkraft an unserer Schule für zwei Fachbereiche, in denen er oder sie sich besonders fortbildet und qualifiziert (vgl. Teilnehmer Fachkonferenzen 2014/15).

Individuelle Fortbildungen

Zusätzlich zu diesen fachspezifischen Fortbildungen nehmen die Kolleginnen und Kollegen je nach Interesse und aktuellen Anlässen (z.B. Übernahme einer Klasse 1) an Fortbildungsmaßnahmen teil.

Derzeit nehmen zwei Kolleginnen an dem Projekt DaZNET (Deutsch als Zweitsprache) teil, womit wir vor allem unsere Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund im Rahmen der Sprachförderung gezielt unterstützen wollen (vgl. Förderkonzept).

Ebenso haben sich vier Kolleginnen in einer einjährigen Fortbildung zum MIT (Mobbinginterventionsteam) ausbilden lassen. Die Einführung und das Einsatzfeld des Mobbinginterventionsteams wird auf einer der nächsten Gesamtkonferenzen vorgestellt werden.

Darüber hinaus haben sich zwei Kolleginnen zu Beratungslehrerinnen ausbilden lassen (vgl. Beratungskonzept).

Fortbildungsangebote

Alle Fortbildungsangebote (Hefte) und Fortbildungsprospekte, die der Schule zugeschickt werden, haben einen zugewiesenen Platz im Lehrerzimmer (Aushang/Ordner) und sind für jeden stets einsehbar. Fortbildungsplakate und Emailausdrucke werden im Lehrerzimmer am Whiteboard ausgehängt. Ebenso informieren Kolleginnen und Kollegen sich gegenseitig, wenn sie über andere Wege (Internet, Zeitung,…) auf interessante Fortbildungsangebote aufmerksam geworden sind. Zusätzlich wird immer wieder in der am Montag stattfindenden Infopause auf aktuelle Fortbildungen hingewiesen.

Schulinterne Lehrerfortbildungen (SchiLF)

Schulinterne Lehrerfortbildungen finden zu aktuellen Anlässen und wichtigen wiederkehrenden Terminen statt. So finden jährlich Fortbildungen zur „Ersten Hilfe“ statt, damit jede Kollegin und jeder Kollege seine Kenntnisse in diesem Bereich auffrischen und vorschriftsgemäß Ersthilfe leisten kann.

Nachdem im Jahr 2009 eine SchiLF zum Methodentraining stattfand, ist daraus aufbauend unser heutiges Methodenkonzept entstanden (vgl. Methodenkonzept), aber auch regionale Fortbildungsangebote sind zu diesem Themenbereich von Seiten des Kollegiums besucht worden. Dadurch soll die Vermittlung unterschiedlicher Methoden und die Qualifizierung der Schüler mit unterschiedlichen Methoden langfristig als fester Bestandteil unter anderem mit in die jährlich stattfindende Projektwoche der Klassen 5-10 integriert werden (vgl. Inhalte in der Projektwoche).

Aufgrund der Neuausstattung mit elektronischen Tafeln (Smartboards) an unserer Schule fand im Frühjahr 2014 die erste SCHILF zur Nutzung des Smartboards an unserer Schule statt (vgl. Medienkonzept). Ebenso werden auch seit der Neuausstattung mit elektronischen Tafeln zu diesem Themenbereich vor allem regionale Fortbildungsangebote wahrgenommen (s. auch Angebote vom Landkreis Emsland).

Aufgrund des neuen Erlasses (Schwimmunterricht) nehmen die Sportlehrerinnen und Sportlehrer an Auffrischungskursen der DLRG in Lathen teil.

Ziele 1 – 2 Jahre

Fortbildungswünsche (SchiLF) zu folgenden Themen sollen zeitnah angeboten werden:

  • Smartboard im Unterricht (allgemeine Anwendungen, spezielle fachliche Anwendungen)
  • Fördern und Fordern (Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht)
  • Inklusion (Umsetzungsmöglichkeiten bei uns in der Schule)
  • „Schulrecht für Lehrkräfte“
  • Methodentraining
Ziele 3 – 4 Jahre

In Zukunft soll das Fortbildungs- und Qualifizierungskonzept noch enger an das Schulprogramm angelehnt werden, um die Ziele des Schulprogramms noch optimaler umsetzen zu können. Die Weiterentwicklung der Lehrerprofessionalität, des Unterrichts und die Qualitätsentwicklung und –sicherung für unsere Schule soll so erreicht werden.

Evaluation

Aufgrund von Unterrichtsengpässen/-ausfällen haben wir uns dazu entschieden, Fortbildungen nach Möglichkeit in der unterrichtsfreien Zeit zu besuchen (einschließlich Schulferien). Sollte dies nicht möglich sein, wird darauf geachtet, dass höchstens zwei Kolleginnen bzw. Kollegen die Fortbildung besuchen, um den Ablauf des Unterrichtsalltags möglichst wenig zu beeinträchtigen. Aufgrund des engen Finanzierungsbudgets dienen die Kolleginnen und Kollegen dann als Multiplikatoren innerhalb des Kollegiums und geben ihr Wissen auf Fachkonferenzen, Dienstbesprechungen, schulinterne Lehrerfortbildungen oder über das schulinterne Computernetzwerk Iserv weiter (s.o. Bestandsaufnahme).

Aufgrund unterschiedlicher Kenntnisse/Erfahrungen/Unterrichtsfächer im Kollegium im Bereich neue Medien (Nutzung der Smartboards) führen wir die schulinterne Lehrerfortbildung zu diesem Themenbereich in unterschiedlichen Arbeitsgruppen durch (Anfänger/Fortgeschrittene/fachbezogene Inhalte).